Befreie dich von deinem inneren Druck!

Heute Abend gibt es bei uns Krautfleckerl. Ein Lieblinggericht von Martin! Während ich das Kraut dafür vorbereite, fällt mir dieser Spruch ein: „XY hat mir das Kraut ausgeschüttet!“

Und während ich über diesen Spruch nachdenke, sehe ich eine klare Verbindung zu meinem gestrigen Gespräch (Transformationssession trifft es eher 😉 ) mit Martin.

Beginnen wir mit der Bedeutung des Spruches:
„Jemandem das Kraut ausschütten“ bedeutet soviel wie „sich´s mit jemanden vertun“  oder„sich bei jemandem unbeliebt machen“
Früher als das Kraut noch neben Getreide und Milch zu den drei Hauptnahrungsmitteln zählte, war ein Beschmutzen durch Ausschütten des Krautes natürlich keine gern gesehene Angelegenheit.

Wir sind so konditioniert worden, dass wir soweit wie möglich versuchen, niemandem das Kraut auszuschütten. Wir haben Angst uns unbeliebt zu machen, uns zu blamieren, eine Sache nicht gut (genug) zu machen. Kurzum: Wir wollen auf keinen Fall „scheiße“ sein. Und indem wir uns so sehr davor fürchten, blockieren wir die eigene Lebensenergie und schränken unser Tun/Wirken stark ein.

Ich fühlte immer wieder so einen starken Druck in mir und konnte ihn nicht zuordnen. Woher kam er, wie sollte ich ihn auflösen?
Martin hat mir gestern den Schlüssel verraten: „Erlaube dir doch endlich „scheiße“ zu sein! Komm, sag doch endlich mal, was du alles an dir scheiße findest und lüge dich nicht weiter selbst an.“

Könnt ihr euch vorstellen, wie mich diese Aufforderung in den Widerstand brachte? Doch diejenigen unter euch die Martin kennen wissen es gibt kein Entrinnen.
Es dauerte nicht lange und die Tränen waren nicht mehr unterdrückbar.  Da sprudelte es auch schon aus mir raus, was ich alles an mir so scheiße finde. Doch was dabei entstand war nicht etwa Trauer, Scham, Zorn, Wut oder das Gefühl von Versagen – nein, es war Freiheit, der Druck nahm von Moment zu Moment ab. Ich bin „scheiße“ – na und? Ich darf „scheiße“ sein! Denn nur wenn ich „scheiße“ sein darf, dann darf ich auch „brilliant“ sein.
Das Gesetz der Polarität macht keine Ausnahmen!

Das große Geheimnis von den erfolgreichsten Menschen dieser Welt (egal in welchem Bereich) ist, dass es ihnen total egal ist „scheiße“ zu sein. Sie benennen es zwar nicht so, sondern eher „öffne dich für den Misserfolg“, „geh das Risiko ein zu versagen“ oder „wer die meisten Fehler gemacht hat ist am erfolgreichsten“, aber unterm Strich bedeutet es genau das gleiche.

Martin sagt: „Wenn du dich traust scheiße zu sein und dich dabei total erfolgreich fühlst, dann hast du das Thema durch.“

Seien wir uns mal ehrlich: Menschen die ständig alles besser wissen, alles perfekt machen, sich überall auskennen und nie versagen, sind nicht wirklich attraktiv für andere. Man hat das Gefühl, dass sie nicht richtig leben – sind sie doch immer auf der Hut, um Misserfolge zu vermeiden.
Viel interessanter sind Menschen die authentisch ihr Leben leben, ihren Weg gehen und dabei Fehler machen – fernab vom Vorzeige-Perfektionismus.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*